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Nicht jeder Labrador ist
so wie er laut vieler Bücher sein sollte,
er behält sich das Recht
vor, ein Individuum zu sein.
So ist jeder Hund eben
einzigartig, mit all seinen Stärken und Schwächen.
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Mein Name ist ja schon bekannt. Am besten wird es wohl sein, wenn ich
ganz am Anfang beginne, und das war an dem Tag an dem ich mit meinen 7
Geschwistern auf der (Sonnen-) Insel Fehmarn das Licht der Welt
erblickte. Es war ein sehr schöner Tag dieser 29.03.2001. Die ersten
Wochen vergingen rasend schnell und dann kamen sie, meine Menschen, und
holten mich auf das Festland - tja selber Schuld!!! Hier lernte ich dann
für das Leben und ich lernte sehr gern und schnell (einfach mal quer
durch die Beete, Äste abkauen, Rasen und Rosen um- und ausbuddeln)
leider nicht immer zur Freude meines Frauchens. Nicht einmal die von mir
täglich "gepflückten" Blumen konnten ihr ein Lächeln abgewinnen. Dann
setzte mein Frauchen ihr Vorhaben um und ging mit mir in eine Hundeschule, denn sie
meint dumme Hunde gibt es genug.
Und
auch dort erinnert man sich heute noch an mich. Ich jedenfalls erinnere
mich sehr gern an diese Zeit. Aber was tut man nicht alles um seinen
Menschen zu gefallen. Ich fing an erwachsen zu werden und das begann
damit, das ich meinem Frauchen keine Blumen mehr brachte und auch sonst
meine bis dahin in Eigeninitiative entwickelten Aktivitäten einstellte.
(jedenfalls vorerst). Man muss ja immer wieder mal schauen wo man im
Leben steht. Aber wie du siehst, ist aus mir ein ganz gehorsamer,
einfach
liebenswerter Labrador geworden. Das alles hätte ich dir natürlich
auch wie folgt sagen können:
Gesagt ist nicht gehört - Gehört ist nicht verstanden -
Verstanden ist
nicht einverstanden - Einverstanden ist nicht behalten -
Behalten ist nicht
angewandt - Angewandt ist nicht beibehalten.
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| Jeden Samstag
während unseres Trainings auf dem Hundeplatz des PHV habe ich
gelernt und gelernt, nicht immer was erwünscht war, aber.... wir
lieben Vierbeiner haben uns ja auch nur alle an diesem Samstag
getroffen und da gab es natürlich das eine und andere auszutauschen
und zu testen... Frauchen war manchmal dem Wahnsinn nahe. Nach zwei
Jahren Hundeschule war es dann endlich so weit. Frauchen hat
mich zum Wesenstest angemeldet (Voraussetzung für die Zulassung zur
Begleithundeprüfung). Selbigen habe ich mit Herrchen und Frauchen
absolviert und mit Bravour bestanden und somit konnte ich die
Begleithundeprüfung ablegen. Der Prüfungstag im Juni.....an diesem
Sonntag war alles anders. Ich traf mich mit den anderen Hundeführern
und Prüflingen schon am Morgen um 7:00Uhr auf dem Trainingsplatz des
PHV, die Prüfung begann um 8:00 Uhr. Wir waren 12 Teilnehmer aber
wir haben nicht wie sonst zusammen die große Runde im Wald gedreht. An diesem
Tag fand auch die Fußballweltmeisterschaft statt, die allerdings
keinen Einfluss auf unsere Benotung hatte....Mit der Bescheinigung
über die bestandene Begleithundeprüfung Teil A und B in der Tasche
beendeten wir Vierbeiner diesen schönen aber dennoch langen Tag mit einer
ausgelassenen Treibjagd; jeder jagt jeden auf dem Platz.....(das war
uns auch nur ausnahmsweise an diesem besonderen Tag gestattet,
ansonsten wurde auf dem Platz nur trainiert).
Mein erster und leider auch einziger
Work-Test fand in Hitzacker in Niedersachsen statt. Ich habe im Team (mit
meinem Frauchen
und auch anderen Teams - Zweier, Dreier und Vierer) und allein
gearbeitet. Aufregend war es, denn hier war ich noch nie. Es roch
alles ganz anders und Wildspuren gab er hier, ich kann euch
sagen.... deshalb habe ich das Blind ( ein versteckter Dummy den der
Hund auf Ansage und Handzeichen seines Hundeführers suchen
muss) auch nicht gefunden. Der aufspringende Hase hat mich so
in seinen Bann gezogen, ich musste ihm nachsetzen was für mich in
diesem Block Punktabzug bedeutete. (0Points) Aber was ist die Jagd nach einem
lebenden Hasen gegen eine Punktzahl..... Viele verschiedene
Stationen habe ich an diesem Tag abgearbeitet und ich kann euch
sagen es war ein erfolgreicher aber auch anstrengender Tag für uns. Ich konnte zeigen was
ich schon gelernt habe und anwenden kann, aber auch wo es galt noch
nachzuarbeiten. Frauchen hat ne Menge Eindrücke mitgenommen die sie
versucht mit mir umzusetzen. Leider sind solche Works immer an einem
Tag am
Wochenende und Frauchen ist an diesem Tag beruflich in Aktion.
Aber solche Work-Test's kann ich wirklich nur empfehlen... so viele
wohlerzogene Hunde sieht man ganz selten an einem Ort. Denn eins
kann ich euch sagen Unterordnung, sowie "Sitz", "Platz"
u.a. sind ganz wichtige Übungen aber dennoch gibt es so viel mehr was ich als Hund lernen kann..... |

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Der Labrador...
Wie bei den meisten Hunderassen wurden
auch über den Ursprung der Retriever zahlreiche Theorien aufgestellt,
deren Wahrheitsgehalt bisweilen schwer zu beurteilen ist. Als gesichert
gilt
jedoch, dass die Wiege eines ihrer
Vorfahren in Neufundland stand. Als vor ungefähr 500 Jahren Fischer aus
dem südlichen Devon nach Neufundland segelten, um vor der Halbinsel
Avalon bei St. John's auf Fischfang zu gehen, hatten sie auch einige
Schwimmbegeisterte Hunde mit an Bord, deren Aufgabe es war Schiffstaue
und aus den Netzen springende Fische aus dem eiskalten Wasser zu
apportieren. Diese Hunde, die mit ziemlicher Sicherheit aus Europa
stammten, sollten unter anderem verwandschaftliche Beziehungen zu den in
Frankreich heimischen St. Hubertus Hunden aufweisen. Darüber hinaus
werden auch starke Einflüsse des französischen Barbets sowie des
portugiesisch-stämmigen Caode Casto Laboreigo angenommen. Anfang des 16.
Jahrhunderts begannen die Fischer aus Devon erste Siedlungen entlang der
Küste Neufundlands anzulegen und neben dem Fischfang nun auch
Federwildjagd zu betreiben. Aus diesem Grund benötigten sie jetzt einen
Hund, der außer vorzüglichen Apportier - Eigenschaften auch ausgeprägte
jagdliche Anlagen wie beispielsweise Beute-, Stöber- und Spürtrieb
besitzen musste. Da sie auf dem Festland ganz offensichtlich keine
einheimischen Hunde vorfanden und mit den Apportierbegeisterten Hunden
aus England ohnehin schon herausragende vierbeinige Helfer besaßen,
setzten die "Männer aus Devon" gerade diese Hunde zur Zucht ein. Das
war die Geburtsstunde des St.John's Hundes, des gemeinsamen Urahnen
aller Retriever.
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Seine Geschichte
Die Herkunft des Labrador ist
geheimnisvoll - er stammt aus Kanada und dennoch kann man über seine
Herkunft nur spekulieren: Vielleicht stammt er ursprünglich aus dem
hohen Norden und kam mit dem Wikinger Erich dem Roten Ende des 10.
Jahrhunderts nach Nordamerika. Sicher ist nur, dass er vom
12.Jahrhundert an über einen längeren Zeitraum in Neufundland
ansässig war, wo er sich mit dem Neufundländer und "Saint-John", den
beiden ersten Hundearten auf der Insel paarte. Dort entwickelte er
auch seine Widerstandsfähigkeit und entdeckte seine Liebe zum
Wasser. Kein Wunder also, dass er der bevorzugte Hund der
Kabeljaufischer war, denn er zog die Netze zum Boot und fing Fische
ein, die ihnen aus den Netzen sprangen.
Ende des 18. Jahrhunderts beschloss
Neufundlands Verwaltung die Anzahl der Hunde auf der Insel zu
reduzieren, da sie anfingen, die Schafzucht zu behindern.1780
verkündete Gouverneur Edwards deshalb, jeder Haushalt dürfe nur
einen Hund besitzen. Da sich niemand daran hielt, wurde 1815
angeordnet, dass jeder Hund ohne Maulkorb auf der Stelle erschossen
wurde, was unzähligen Vierbeinern das Leben kostete. Der Labrador
war vom Aussterben bedroht.
Einige Labradore hatten Glück; sie
überquerten mit britischen Kabeljaufischern den Atlantik und kamen
bis nach England. Hier wurden die Hundezüchter der Grafschaft Dorset
auf sie aufmerksam. Man kreuzte den Labrador mit dem Pointer (dem so
genannten gescheckten Hühnerhund ),wodurch sein Körperbau schmaler
und geschmeidiger wurde, und richtete ihn für die Jagd ab. Da er
beim Apportieren des Wildes sehr geschickt war, wurde er bald zu
einer Berühmtheit.1903 wurde die Rasse dann offiziell anerkannt.
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